Übung zum Thema „Antidiskriminierung“

Neue Übung: „Warum ist es manchmal schwer mutig zu sein?“Antidiskriminierung- Auf Vorurteilen basiernde Gewalt“- Menschen mit schwarzer Hautfarbe“
mit Projektklassen 2. Schulstufe an Volksschulen Frühjahr 2013

Hier möchten wir gerne eine neu entwickelte Übung vorstellen, welche wir mit einigen Projektklassen der 2. Schulstufe erprobt haben.

Anleitung
Wir zeigen zwei transkulturelle Puppen aus England vor und fragen die Kinder, was die beiden Puppen voneinander unterscheidet: (Unterscheidung: Hautfarbe, Geschlecht und Kleidung)

Wir lesen auszugsweise aus dem Kinderbuch vor: „Der Bus von Rosa Parks“ von Fabrizio Silei und Maurizio A.C. Quarello, Verlagshaus Jacoby & Stuart, Berlin. Es geht um die Geschichte der schwarzen Frau, Rosa Parks in Montgomery, Alabama, USA im Jahre 1955 und der strikten Rassentrennung damals in Bussen, Schulen und Schwimmbädern.

 Danach zeigen wir ein „Gewaltthermometer“ zur „Rosa Parks Geschichte“. Wir fragen die Kinder: „Wie stark empfinden sie die Gewalt in dieser Geschichte?“ Die Kinder stufen die Geschichte von 1-10 ein, wobei 1 harmlose und 10 starke Gewalt bedeutet.

Danach fragen wir die Kinder, warum es manchmal schwer ist mutig zu sein und wie man Rosa Parks helfen könnte?

Nun gibt es ein grosses selbstgebasteltes Plakat mit dem „Rosa Parks Bus“: Die Mädchen und Buben können sich einer der Menschenfiguren aus farbigen Papier aussuchen und dabei zwischen acht verschiedenen Hautfarben wählen (über: www.kidslikeme.co.uk bestellbar), als sich selbst bemalen und dann diese Figuren zu Rosa Parks in den Bus setzen.
Die Kinder überlegen, wo sie ihre Figuren in den fiktiven Bus geben oder was sie mittels Sprechblase oder Berührungen sagen möchten, um Rosa Parks zu helfen.

Unsere abschliessende Frage an die Klasse: Was finden die Kinder; wer ist heutzutage in Wien benachteiligt? Viele Kinder meinen: „die Armen“, „die Bettler“, „Kinder, die betteln“, Menschen mit Behinderung und Obdachlose.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.